Rösselmühle
Ein Standort mit Geschichte
Geschichte & Ausgangslage
Die Rösselmühle zählt zu den ältesten Mühlenstandorten Österreichs – erstmals urkundlich erwähnt im Jahr 1270 steht sie seit 1920 im Eigentum der Polsterer Kerres Ruttin Holding GmbH bzw. Ihren Vorgänger:innen. Der Standort und der Name prägen das Viertel in Graz/Gries.
Aufgrund der innerstädtischen Lage wurde die Mühlenproduktion im Jahr 2012 eingestellt. Seither bietet das Areal ein außergewöhnliches Entwicklungspotenzial für eine zukunftsorientierte, gemischt genutzte Quartiersentwicklung. Das Entwicklungsgebiet der Rösselmühle umfasst rund 7.500 m² Grundstücksfläche.
Mit dem Beschluss des klimaorientierten, integrierten städtebaulichen Rahmenplans durch den Gemeinderat im März 2026 wurde eine wesentliche Grundlage für die weitere Entwicklung des Areals der Rösselmühle und der Postgarage geschaffen.
Darstellung der Rösselmühle aus Betriebszeiten
Stärken des Areals
Grün- und Freiräume
Das Projektgebiet zeichnet sich durch eine außergewöhnlich hohe Qualität an Grün- und Freiräumen aus:
- Der Oeverseepark grenzt mit einer Größe von 2 Hektar unmittelbar südlich an.
- Im Norden des Areals befindet sich der Rösselmühlpark.
- Der Rahmenplan sieht zusätzlich rund 5.000 Quadratmeter neue öffentliche Grünflächen vor.
- Geplant ist ein zusammenhängendes Netz hochwertiger öffentlicher Räume sowie attraktiver Fuß- und Radverbindungen.
Geplant ist ein urbanes Quartier mit hoher Aufenthaltsqulität und starker Durchlässigkeit.
Wasser & Nachhaltigkeit
Ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal des Standorts ist der Grazer Mühlgang, der direkt durch das Areal fließt.
- Bestehende Wasserkraftanlage mit rund 1.000.000 kWh pro Jahr - Strom für bis zu 400 Haushalte
- Ziel: Sichtbarmachung und Erlebbarkeit des Wassers im Quartier
Ergänzt wird dies durch klimaorientierte Bau- und Energiekonzepte, die das Quartier langfristig nachhaltig positiionieren.
Bildung, Gesundheit, Kultur & Gewerbe
Das Umfeld des Areals bietet eine außergewöhnlich dichte und hochwertige Infrastruktur:
- Johann-Joseph-Fux-Konservatorium des Landes Steiermark
- Albert-Schweitzer-Klinik (GGZ Graz)
- Oeverseegymnasium
- Universität Graz
Diese Nachbarschaft schafft ideale Voraussetzungen für eine lebendige, gemischt genutzte Quartiersentwicklung mit Wohnen, Arbeiten, Bildung und Kultur.
Städtebauliche Leitlinien
Ein zentrales Ziel der Entwicklung ist die Integration der historischen Bausubstanz in ein zukunftsorientiertes Quartier.
- Erhalt und Weiterentwicklung identitätsstiftender Gebäudeteile
- Zulässige Hochpunkte mit bis zu 32 m Höhe
- Stärkung des kollektiven Gedächtnisses des Stadtteils durch behutsame Transformation
Nächste Schritte
Mit dem beschlossenen Rahmenplan liegt die strategische Grundlage vor. Die weitere Entwicklung erfolgt in einem klar strukturierten Verfahren:
- Einleitung des Flächenwidmungsverfahrens (inkl. öffentlicher Beteiligung)
- Durchführung eines Architekturwettbewerbs
- Erstellung des Bebauungsplans
Weiterführende Informationen
Hier finden Sie weiterführende Informationen zum Rahmenplan der Stadt Graz.
